Tomáš Portlík ist erster stellvertretender Vorsitzender der ODS und Kandidat der Koalition Spolu pro Prahu für das Amt des Prager Oberbürgermeisters bei den Kommunalwahlen 2026.

Porträt von Tomáš Portlík, 2026
Porträt von Tomáš Portlík, 2026Foto: SpitzW, 2026 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Tomáš Portlík (ODS) ist Kandidat der aus ODS und TOP 09 bestehenden Koalition Spolu pro Prahu für das Amt des Prager Oberbürgermeisters bei den Kommunalwahlen am 9. und 10. Oktober 2026 [1][2]. In einer Debatte der Zeitung Deník am 22. September 2026 sagte Portlík, Prag habe das Potenzial, besser zu sein, und solle den Ehrgeiz haben, unter den europäischen Städten voranzugehen. [8] FORUM 24 bezeichnet ihn als ersten stellvertretenden Vorsitzenden der ODS, Novinky.cz als Chef der Prager ODS [2][3].

Berater für Außenbeziehungen

Am 24. September 2026 gab Portlík bekannt, dass ihn im Falle seiner Wahl zum Oberbürgermeister der ehemalige Außenminister und Abgeordnete Jan Lipavský beraten würde, und zwar ohne Vergütung [1][2]. Lipavský soll sich mit internationalen Beziehungen, Wirtschaftsdiplomatie und Sicherheit befassen, einschließlich Cyberbedrohungen und der Widerstandsfähigkeit der Stadt [1][2]. Laut Echo24 will sich Lipavský in der Rolle des Beraters auch der Kongressbranche und der Ausrichtung von Veranstaltungen von Weltrang widmen. [9] Jan Lipavský war in der Regierung von Petr Fiala als Außenminister für die Česká pirátská strana und blieb nach deren Ausscheiden aus der Regierung als Parteiloser im Amt. [6] Er will außerdem die Zusammenarbeit Prags mit Taiwan auf der Ebene der Städte fortsetzen [1]. Lipavský sagte, die Zusammenarbeit mit Taiwan auf Städteebene, die der frühere Oberbürgermeister Zdeněk Hřib begonnen hatte, sei natürlich und logisch. [9]

Streit um das Geld der Hauptstadt

Die Finanzministerin Alena Schillerová (ANO 2011) sagte in der Sonntagsdebatte des Senders Česká televize, die Regierung wolle die Verteilung der Steuereinnahmen ändern, und Prag habe ihrer Ansicht nach zu viel ungenutztes Geld [3]. Portlík schrieb in einem sozialen Netzwerk, die Prager Wahl werde ein Referendum über das Geld der Prager sein und darüber, ob es für die U-Bahn-Linie D, den Městský okruh und Schulen verwendet werde oder ob der Staat darauf zugreife; er fügte hinzu: „Prag ist kein staatlicher Geldautomat“ [3]. In der Debatte „Za pět minut dvanáct“ des Senders TV Nova stritt sich Portlík mit Jan Hušbauer (ANO 2011) über das Geld Prags und das Verhältnis zwischen Stadt und Regierung und reagierte auf Hušbauers Worte mit der Bemerkung, es wirke, als spräche ein Vertreter Schillerovás. [10]

Laut den Buchmachern, deren Daten Echo24 veröffentlicht hat, liegt bei den beiden größten Wettanbietern die Quote auf Portlíks Wahl zum Oberbürgermeister bei 1,9:1 und die Quote auf einen Sieg der Koalition Spolu pro Prahu bei 1,5:1. [4] Der Sprecher von Tipsport, Jiří Hadrava, sagte, auch der stellvertretende Oberbürgermeister Petr Hlaváček sei im Spiel, der für die Buchmacher um ein Zehntel der Quote der größere Favorit sei. [5] In einem Quiz über Prag, das Teil der Primátorská Superdebata des Portals iDNES.cz war, beantwortete Portlík alle Fragen richtig und blieb zusammen mit Adam Scheinherr und Milan Urban bis zum Ende im Spiel. [7] In der Debatte von iDNES.cz widersprach Portlík Hušbauer, der Bau der Dálnice 0 habe erst unter seiner Koalition begonnen, obwohl Andrej Babiš bereits 2019 darüber gesprochen habe. [11]

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Quellen

  1. iDNES.cz, Praha — 24. September 2026
  2. Novinky.cz — 25. September 2026
  3. FORUM 24 — 30. September 2026
  4. Echo24 — 1. Oktober 2026
  5. Pražský deník — 3. Oktober 2026
  6. Pražský patriot — 27. September 2026
  7. iDNES.cz — 30. September 2026
  8. Deník.cz — 25. September 2026
  9. Echo24 — 24. September 2026
  10. FORUM 24 — 3. Oktober 2026
  11. iDNES.cz — 30. September 2026