Autobahn D3 bei Soběslav, Jihočeský kraj, 2015
Autobahn D3 bei Soběslav, Jihočeský kraj, 2015Foto: Aktron, 2015 · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons

Die Autobahn D3 soll Prag mit Budweis und der österreichischen Grenze verbinden. Noch fehlt ihr mittelböhmischer Abschnitt, an dessen Vorbereitung die Ředitelství silnic a dálnic (ŘSD) arbeitet [1].

Mittelböhmischer Abschnitt

Der mittelböhmische Abschnitt soll 58,5 Kilometer lang sein. Von der Dálnice 0 bei Jesenice aus führt er südwärts an Jílové, Hostěradice, Václavice, Voračice und Nová Hospoda vorbei. Mit Benešov und der Straße I/3 soll ihn die sechs Kilometer lange Václavická spojka verbinden. Teil des Projekts sind 51 Brücken, 14 Überführungen, sieben Tunnel und 37 Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von 17,1 Kilometern [1][2].

Die ŘSD plant, mit dem Bau 2028 zu beginnen und ihn innerhalb von vier Jahren abzuschließen, sodass die Autobahn ab 2032 befahrbar sein könnte. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 71,3 Milliarden Kronen [1][2]. Verkehrsminister Ivan Bednárik (SPD) erklärte, dass bis Ende 2026 rund 75 Prozent der Grundstücke geregelt sein sollten; laut dem Generaldirektor der ŘSD, Radek Mátl, sollen alle freiwilligen Ankäufe bis Ende 2027 abgeschlossen sein [1]. Laut dem Minister fließen dieses Jahr bis zu sechs Milliarden Kronen in die Vorbereitung der D3, und zwar für Grundstücksankäufe und die Projektvorbereitung [1].

Erkundungsstollen und Tunnel

Für die sieben Tunnel des mittelböhmischen Abschnitts werden Erkundungsstollen vorangetrieben. Zwei entstehen im Posázaví in der Nähe von Jílové. Bei Václavice im Bezirk Benešov begann am 1. Oktober 2026 der Vortrieb des dritten Stollens für den Tunnel Prostřední Vrch im Abschnitt Václavice – Voračice. Der Stollen mit dem Namen Žofie soll 838 Meter lang sein und bis zu 42 Meter unter der Oberfläche verlaufen. Die Arbeiten im Wert von 248 Millionen Kronen ohne Mehrwertsteuer sollen bis Oktober 2027 dauern und die geologischen Verhältnisse vor der Vergabe des Tunnelbaus näher bestimmen [1][2][3].

Kritik

Der Ausbau hat Gegner, denen die Streckenführung durch das touristisch attraktive Posázaví missfällt und die auch einen Wasserverlust befürchten. Die ŘSD und das Verkehrsministerium weisen diese Vorwürfe zurück [1].

Chronologie

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Quellen

  1. ČTK / České noviny — 1. Oktober 2026
  2. Novinky.cz — 1. Oktober 2026
  3. ČT24: regiony — 1. Oktober 2026