Opatovská-Straße in Chodov (Prag 11), im Hintergrund der U-Bahnhof Háje, 2008
Opatovská-Straße in Chodov (Prag 11), im Hintergrund der U-Bahnhof Háje, 2008Foto: Czech Wikipedia user Packa, 2008 · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Opatov ist ein Stadtteil von Jižní Město in Prag 11, in dem sich die gleichnamige U-Bahn-Station der Linie C befindet. Er liegt in der Nähe der Autobahn D1 und der Straße Chilská.[1][3]

P+R-Parkhaus

Am Mittwoch, dem 7. Oktober 2026, wurde in Opatov feierlich ein Parkhaus des Park-and-Ride-Systems mit 495 Stellplätzen eröffnet.[3] Mit dem Bau in der Straße Chilská begann im Juni 2025 für die Stadt Prag ein Zusammenschluss der Firmen BAK stavební společnost, Metrostav DIZ und Geosan Group.[1][2] Der Bau kostete 663,8 Millionen Kronen ohne Mehrwertsteuer.[3] Die Prager Stadträte genehmigten den Bau im März 2025 mit damals geschätzten Kosten von über 660 Millionen Kronen.[1][2]

Das Parkhaus dient vor allem Fahrern, die über die Autobahn D1 nach Prag kommen und hier ihr Auto abstellen und mit der U-Bahn oder dem Bus weiterfahren können.[1][3] Der Stellvertretende Oberbürgermeister für Verkehr, Jaromír Beránek (Česká pirátská strana), sagte, die Kapazität von fast fünfhundert Plätzen mit Anschluss an U-Bahn und Busse biete Fahrern „eine bequeme und schnelle Möglichkeit, auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen und ohne Stau ins Zentrum weiterzufahren“.[1][3]

Von der Gesamtzahl der Plätze sind zehn für Menschen mit Behinderung, 43 für Fahrzeuge mit CNG- oder LPG-Antrieb reserviert, und im Gebäude gibt es Platz zum Abstellen von 32 Fahrrädern.[1][3] Im Geschoss P5 sind Stellplätze für Elektrofahrzeuge mit Ladestationen vorgesehen.[3] Hundert Plätze können Einwohner von Prag 11 zu einem günstigeren Preis mieten; laut Bürgermeister Martin Sedeke (ODS) nutzten diese Möglichkeit seit September 2025 mehr als fünfzig von ihnen.[1][3] Das Parken kostet 50 Kronen für 24 Stunden, was laut dem Generaldirektor der TSK, Filip Hájek, nachts, wenn das Parkhaus wenig ausgelastet ist, auch Anwohnern das Parken ermöglicht.[1][3]

Der Bürgermeister von Prag 11, Martin Sedeke, sagte, das Parkhaus „brauchen wir wie das Salz“, da der Stadtbezirk seit Langem Parkprobleme habe.[3] Der Stadtrat für Verkehr von Prag 11, Ondřej Nováček, ergänzte, die verbleibende Kapazität des Hauses fasse Hunderte Autos, die sonst in den umliegenden Straßen parken könnten.[3]

Weitere Arbeiten und anschließende Bauten

Nach der Fertigstellung des Parkhauses selbst sollen laut Magistrát hlavního města Prahy die Arbeiten an der Umgebung weitergehen, darunter die Anlage eines Parks auf dem Dach des Gebäudes, der auch dem benachbarten Seniorenheim dienen soll, sowie die Fertigstellung der Gehwege und die Begrünung.[1][2][3]

Prag baut oder plant ferner ähnliche P+R-Parkhäuser an der Station Zličín und am U-Bahnhof Depo Hostivař sowie als Teil eines geplanten Verkehrsterminals am U-Bahnhof Smíchovské nádraží.[1][2]

Quellen

  1. Pražský deník — 7. Oktober 2026
  2. iDNES.cz — 7. Oktober 2026
  3. Pražský patriot — 7. Oktober 2026