In der Nacht vom 20. auf den 21. August 1968 marschierten Truppen der Sowjetunion, Polens, Ungarns und Bulgariens in die Tschechoslowakei ein, womit eine Besatzung begann, deren Folgen bis 1991 andauerten.

Im Bild: Tschechoslowakei (Illustrationsfoto)
Im Bild: Tschechoslowakei (Illustrationsfoto)Foto: Mariusz Pazdziora, 2008 · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons

Die Invasion der Truppen des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei fand in der Nacht vom 20. auf den 21. August 1968 auf dem Gebiet der damaligen Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik (Tschechoslowakei) statt. Beteiligt waren Streitkräfte der Sowjetunion, Polens, Ungarns und Bulgariens[1]. Die Deutsche Demokratische Republik unterstützte die Invasion, beteiligte sich aber nicht militärisch[1]. Rumänien und Albanien, weitere Mitgliedstaaten des Warschauer Pakts, nahmen an der Operation nicht teil[1].

Ziele und erste Stunden der Besatzung

Das erste Ziel der Besatzungstruppen bestand darin, strategische Punkte im ganzen Land zu besetzen und Widerstand der Tschechoslowakischen Volksarmee zu verhindern[1]. Die Invasion stieß von Anfang an auf spontanen Widerstand der Bevölkerung und auf Demonstrationen, an denen sich alle Gesellschaftsschichten beteiligten[1].

Opfer unter der Zivilbevölkerung

Die Besatzung forderte Menschenleben unter Zivilisten. Bis Ende 1968 starben 137 Personen, etwa 500 Menschen erlitten schwere Verletzungen, und eine weitere, nicht näher bezifferte Zahl von Einwohnern wurde leicht verletzt[1].

Abzug der Besatzungstruppen

Bis zum 4. November 1968 verließen die Einheiten der meisten beteiligten Armeen, nämlich der polnischen, ungarischen und bulgarischen, das Gebiet der Tschechoslowakei[1]. Die sowjetische Armee blieb im Gegensatz zu ihnen bis 1991 im Land[1].

Dokumentation des Ereignisses

Das Vojenský historický ústav Praha verwahrt in seinen Sammlungen eine zeitgenössische Fotografie, die eine Kolonne von Besatzungspanzern zeigt, die im August 1968 auf der Straße einer tschechoslowakischen Stadt stehen[1]. Die Aufnahme gelangte nach 1989 in die Sammlung des Instituts[1].

Quellen

  1. Vojenský historický ústav Praha