Die Tschechoslowakei war ein Staat in Mitteleuropa, der am 28. Oktober 1918 nach dem Zerfall Österreich-Ungarns entstand.

Die Tschechoslowakei, genauer die Tschechoslowakische Republik, entstand laut dem Tschechischen Rundfunk am 28. Oktober 1918 infolge des Zerfalls Österreich-Ungarns.[1] In ihr lebten Slowaken, Tschechen, Juden, Deutsche, Ungarn, Polen, Ruthenen, Mährer und Schlesier zusammen.[1]
Die Erste Republik
Die Jahre 1918 bis 1938 werden als Erste Republik bezeichnet.[1] Eine Rundfunksendung darüber nennt eine entwickelte Industrie, einen entwickelten Handel und eine entwickelte Kultur. Als Branchen auf hohem Niveau nennt sie die Herstellung von Maschinen, Lokomotiven, Automobilen und Waffen, die Glasherstellung, die Porzellanproduktion, die chemische Industrie, die Zuckerindustrie und das Brauwesen.[1]
Laut derselben Sendung belegte das Land zwischen 1920 und 1935 den neunten Platz unter den reichsten Ländern der Welt und den zehnten Platz bei der industriellen Entwicklung, obwohl die Wirtschaftskrise der dreißiger Jahre es getroffen hatte.[1] Als Symbol der Ersten Republik bezeichnet die Sendung Präsident Tomáš Garrigue Masaryk. Sie erwähnt auch den Schriftsteller Karel Čapek, den Journalisten Ferdinand Peroutka, den Archäologen Karel Absolon und die damalige Filmindustrie.[1]
Die Deutschen im Staat
Česká televize berichtet, dass die deutschen Einwohner der Tschechoslowakei Einschränkungen ausgesetzt waren, typischerweise im Bereich der Sprache. Unter den Staaten Mittel- und Osteuropas hatten die Deutschen in der Tschechoslowakei eine verhältnismäßig gute Stellung, vielleicht mit Ausnahme Estlands.[2] Als eine der Ursachen für die Radikalisierung der Sudetendeutschen wird oft ihre Unzufriedenheit mit dieser Stellung genannt.[2]
Siebzehn Tage vor Abschluss des Münchner Abkommens sprach Adolf Hitler auf dem Parteitag der NSDAP über das Leiden der Sudetendeutschen. Die nationalsozialistische Propaganda verbreitete dabei übertriebene oder erfundene Informationen über Gewalt von Tschechen gegen Deutsche.[2]
Das Ende der Ersten Republik
Die Ära der Ersten Republik beendeten der sogenannte Münchner Verrat und die darauf folgende Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren. Damit endete laut dem Tschechischen Rundfunk auch die Zeit eines Staates, in dem alle oben genannten Völker und Gruppen zusammenlebten.[1]