
Die Morava (deutsch March) ist ein Fluss im Südosten Tschechiens. Sie fließt unter anderem durch die Gegend um Břeclav und durch das Landschaftsschutzgebiet Chráněná krajinná oblast Litovelské Pomoraví bei Olmütz.[1][2]
Aussetzung von Sterlets
Am 29. September 2026 setzten Vertreter des World Wide Fund for Nature (WWF Česko) an vier Stellen in die Flüsse Morava und Thaya in der Gegend um Břeclav rund 2100 Sterlets aus.[2] Die Fische wurden im Betrieb Rybníkářství Pohořelice aufgezogen und tragen einen Chip, mit dem sich ihre Bewegung im Gewässer verfolgen lässt.[2]
Der Sprecher von WWF Česko, Lukáš Hrábek, sagte Journalisten, der Sterlet sei ein ursprünglich heimischer Fisch der großen europäischen Flüsse, seine Zahl reiche derzeit jedoch nicht aus, damit sich die Fische in den Flüssen selbständig vermehren und sie besiedeln könnten.[2] Nach Hrábeks Worten ist er die einzige Störart, die nicht aus den Flüssen bis ins Meer wandert, was seine künstliche Aussetzung in Tschechien ermögliche.[2] Er fügte hinzu, der Fisch könne Hunderte Kilometer weit wandern, sein Weg in der Donau werde jedoch durch die Staustufe am Eisernen Tor an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien begrenzt.[2] Die ausgesetzten Sterlets stammen von wilden Donau-Sterlets ab.[2]
Der Störexperte Bořek Drozd erklärte, die Rückkehr des Sterlets in die tschechischen Flüsse erfordere zu beobachten, wie es den Fischen im Fluss geht, wohin sie sich bewegen und welche Lebensbedingungen sie dort vorfinden; dazu diene das Monitoring mit Chips.[2]
Im Frühjahr desselben Jahres setzte WWF Česko im Landschaftsschutzgebiet Chráněná krajinná oblast Litovelské Pomoraví bei Olmütz junge Sterlets in die Morava aus, die im Unterschied zu den später ausgesetzten Fischen direkt im Fluss in speziellen, im Gewässer platzierten Brutboxen geschlüpft waren und als winzige Brut freigelassen wurden.[2]
Sterlet
Der Sterlet kann über einen Meter lang und etwa 15 Kilogramm schwer werden; er ernährt sich von Larven von Wasserinsekten, Würmern und Krebstieren.[2]
Quellen
- Ekolist.cz — 29. September 2026
- ČTK / České noviny — 29. September 2026