Týn nad Vltavou ist eine südböhmische Stadt an beiden Ufern der Moldau nahe dem Zusammenfluss mit der Lužnice, mit 7728 Einwohnern zum 31. Dezember 2025.

Týn nad Vltavou ist eine Stadt im Bezirk Budweis im Jihočeský kraj.[2] Sie liegt an beiden Ufern der Moldau nahe ihrem Zusammenfluss mit der Lužnice.[1] Zum 31. Dezember 2025 hatte sie 7728 Einwohner.[2]
Geschichte
Týn gehört zu den ältesten Siedlungen in Südböhmen. Seine Anfänge reichen in die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts zurück, als das Gebiet dem Prager Bistum gehörte. An der Stelle des ursprünglichen Verwaltungssitzes wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts eine Burg gegründet, die Ende des 17. Jahrhunderts aufgegeben wurde.[1] Die ersten schriftlichen Nachrichten über die Stadt stammen aus dem Jahr 1229 und erwähnen unter anderem eine Holzbrücke.[1] Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war Týn ein Zentrum der Flößerei.[1]

Museum und Umgebung
Im denkmalgeschützten Schlossgebäude am Náměstí Míru befindet sich das Městské muzeum Týn nad Vltavou. Die Dauerausstellungen stellen die Geschichte der Moldau, die südböhmischen Moldavite sowie die Welt der Puppen von Matěj Kopecký und Alfréd Radok vor. Die Moldavit-Ausstellung ist die größte in Böhmen.[3] Etwa 5 km von der Stadt entfernt liegt das Kernkraftwerk Temelín.[4]
Unfall an einem Fußgängerüberweg (2026)
Am Abend des 8. September 2026 verlor der Fahrer eines Personenwagens auf der Straße II/105 bei einem absichtlichen Schleudermanöver die Kontrolle über das Fahrzeug. Auf dem Fußgängerüberweg an der Kreuzung mit der Průmyslová ulice erfasste er einen Fußgänger, der ein Fahrrad schob. Der Fußgänger erlitt leichte Verletzungen, und Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus. Der Alkohol- und Drogentest des Fahrers war negativ, und die Polizei übergab die Sache zur weiteren Bearbeitung an das Stadtamt.[5]
Chronik
- — In Týn nad Vltavou endete riskantes Driften mit einem Auto mit einem Zusammenstoß mit einem Fußgänger. Deník: České Budějovice / Jižní Čechy Blesk.cz