Die Basilika St. Prokop ist die romanisch-gotische Kirche des ehemaligen Benediktinerklosters am linken Ufer des Flusses Jihlava in Třebíč und seit 2003 in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen.

Die Basilika St. Prokop steht im Areal des ehemaligen Benediktinerklosters am linken Ufer des Flusses Jihlava in Třebíč. Nach Angaben des Národní památkový ústav bildet das Klosterareal eine bauliche Dominante im Stadtbild [2]. Der Bau ist dreischiffig und verbindet romanische und gotische Stilelemente [1].
Geschichte
Das Benediktinerkloster in Třebíč wurde im Jahr 1101 gegründet [2]. Die ursprünglich hölzerne Klosteranlage wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Stein umgebaut, und an der Stelle der älteren Abteikirche entstand die der Mariä Himmelfahrt geweihte Klosterkirche [1]. Seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wird der Bau Basilika St. Prokop genannt [1].
Im Jahr 1468 wurde der Bau bei der Belagerung von Třebíč durch die Truppen des ungarischen Königs Matthias Corvinus beschädigt [1]. Danach diente er über zwei Jahrhunderte weltlichen Zwecken, nämlich als Pferdestall, Getreidespeicher und Brauerei [1]. Die sakrale Nutzung wurde erst nach einem Umbau unter dem Geschlecht der Waldstein wiederhergestellt, als die Kirche erneut dem heiligen Prokop geweiht wurde [1].
Architektonische Elemente
Zu den wertvollsten Teilen der Basilika gehören die Wandmalereien in der Abtskapelle und die romanische Rosette mit dem ursprünglichen zehnteiligen steinernen Maßwerk [1]. Bemerkenswert ist auch die Krypta, deren Gewölbe von fünfzig Säulen getragen wird [1]. Der Národní památkový ústav beschreibt das Innere des Baus als unverwechselbar dank einzigartiger Gewölbe und nennt außerdem ein reich profiliertes Eingangsportal unter einer Säulenvorhalle, zahlreiche steinmetzartige Details und Wandmalereien in der Sakristei [2].
Stellung und Schutz
Die Basilika St. Prokop ist Teil des Areals des ehemaligen Benediktinerklosters, das 2003 zusammen mit dem jüdischen Viertel von Třebíč und dem jüdischen Friedhof in die Liste des Welterbes der UNESCO eingetragen wurde [1][2]. Der Národní památkový ústav führt diese Eintragung als Schutz von Denkmälern mit internationalem Status an, die sowohl die jüdische als auch die christliche Kultur am linken Ufer der Jihlava umfassen [2].