Vlny ist ein Spielfilm aus dem Jahr 2024, der als Koproduktion der Tschechischen Republik und der Slowakischen Republik entstand. Jiří Mádl schrieb das Drehbuch und führte Regie; der Film ist in Farbe und dauert 131 Minuten [1].
Inhalt
Nach der Beschreibung auf der Website des Kristallglobus steht im Mittelpunkt der Handlung die Redaktion für internationales Leben des Tschechoslowakischen Rundfunks. Es ist ein Arbeitsplatz, an dem Menschen mit breitem Horizont und Sprachkenntnissen tätig waren, denen es um ehrliche journalistische Arbeit ging [1]. Dem Beschreibungstext zufolge behandelt der Film die Themen Liebe, Verrat, Moral und Hoffnung und zeigt das Aufwallen von Mut angesichts eines repressiven Regimes [1].
Die Česká televize berichtete, der Film kehre zu den Ereignissen der späten sechziger Jahre zurück, als der Prager Frühling die Verhältnisse lockerte und die Panzer der Truppen des Warschauer Pakts ihn kurz darauf beendeten. Die Ereignisse werden aus der Sicht der Mitarbeiter des Tschechoslowakischen Rundfunks gezeigt [3]. Am letzten Drehtag wurde eine Szene vom Beginn der Geschichte gedreht, die bei den niedergeschlagenen Demonstrationen von Hochschulstudenten im Oktober 1967 spielt. Diese wurden laut dem Fernsehsender zu einem Vorboten des Reformprozesses [3].
Stab und Besetzung
Für die Kamera war Martin Žiaran zuständig, die Musik komponierte Simon Goff, den Ton bereitete Viktor Ekrt vor, den Schnitt besorgte Filip Malásek, und Szenenbildner war Petr Kunc. Produzentin ist Monika Kristl. Der Film wurde von der Gesellschaft Dawson films in Koproduktion mit Wandal production hergestellt [1]. Jiří Mádl wurde 1986 in Budweis geboren; zu seinen früheren Regiearbeiten gehören die Filme Pojedeme k moři aus dem Jahr 2014 und Na střeše aus dem Jahr 2019 [1].
Zu den Darstellern gehören Táňa Pauhofová, Vojtěch Vodochodský, Ondřej Stupka, Stanislav Majer, Igor Bareš, Martin Hofmann, Marika Šoposká, Petr Lněnička, Vojtěch Kotek und Tomáš Maštalír [1].
Aufführung
Auf der Website des Kristallglobus wird der Film als Sondervorführung und Weltpremiere geführt. Die Vertretung für den Verkauf ins Ausland hat die Gesellschaft Urban Sales, Verleiher ist Bontonfilm [1].
Auszeichnungen und Bezug zu realen Ereignissen
Laut Hospodářské noviny gewann der Film den Preis der Satellite Awards für den besten fremdsprachigen Film, und zwar unter sechs nominierten Filmen. Über diese Preise entscheiden Filmjournalisten aus der ganzen Welt [2]. Die Zeitung erinnerte bei dieser Gelegenheit an einen Text, in dem ein Zeitzeuge fünf wichtige Momente des Films damit vergleicht, wie sich die Ereignisse in Wirklichkeit abspielten. Nach Ansicht der Zeitung ist der Film historisch nicht völlig getreu, vermittelt aber die Atmosphäre der Hoffnungen des Jahres 1968 und der darauf folgenden Desillusionierung [2].