Die Schlacht bei Austerlitz fand am 2. Dezember 1805 zwischen der Armee des französischen Kaisers Napoleon I. und den verbündeten österreichisch-russischen Truppen im Raum zwischen Šlapanice und Slavkov u Brna statt.

Im Bild: Slavkov u Brna (Illustrationsfoto)
Im Bild: Slavkov u Brna (Illustrationsfoto)Foto: flightlog, 2011 · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Die Schlacht bei Austerlitz fand am 2. Dezember 1805 im Raum zwischen Šlapanice und Slavkov u Brna statt. Dabei trafen die Armee des französischen Kaisers Napoleon I. und die verbündeten Truppen des österreichischen Kaisers Franz I. und des russischen Zaren Alexander I. aufeinander. [1] International ist die Schlacht unter dem Namen Austerlitz bekannt, der auf den deutschen Namen von Slavkov zurückgeht. [1]

Umstände und Datum des Aufeinandertreffens

Der Schlacht ging ein zweimonatiger Feldzug voraus, in dem Napoleon die österreichische Armee in Bayern zur Kapitulation zwang und ihre Reste samt den russischen Einheiten über Niederösterreich bis an die March nach Olmütz zurückdrängte. [1] Bei Olmütz stießen weitere russische Truppen zu den österreichisch-russischen Kräften. Ihre Zahl bewog die anwesenden Monarchen zum Entschluss, zum Angriff überzugehen, obwohl sich aus Norditalien die Armee des Erzherzogs Karl zur Unterstützung Napoleons näherte. [1] Die Verbündeten rückten von Olmütz auf Brünn vor, und am 2. Dezember 1805, dem Jahrestag der Krönung Napoleons, kam es zum Zusammenstoß der beiden Armeen. [1] Die verbündeten Truppen nahmen eine Linie ein, die vom Raum nördlich der Olmützer Straße über Staré Vinohrady und den pracký kopec bis nach Telnice verlief. Ziel war es, den rechten Flügel der französischen Armee zu zerschlagen und ihn von der Verbindung nach Wien abzuschneiden. [1] Die verbündeten Streitkräfte zählten etwa 90 000 Mann, die französische Armee war um rund 15 000 Mann schwächer, nach den Angaben der Quelle jedoch militärisch erfahrener. [1]

Verlauf der Schlacht

Den Angriffen des linken Flügels der Verbündeten auf Telnice und Sokolnice begegnete Napoleon nur mit kleineren Abteilungen und hielt den größten Teil der Armee in Reserve. [1] Der entscheidende Schlag erfolgte, als die Verbündeten den pracký kopec fast geräumt und ihre Kräfte für den Angriff auf Sokolnice konzentriert hatten. [1] Das Korps von Marschall Soult, durch Nebel gedeckt, verlegte sich unbemerkt nach Prace, griff Staré Vinohrady und den pracký kopec an und nahm sie nach Kämpfen mit österreichischen und russischen Einheiten ein. [1] Auch der Einsatz der russischen Zarengarde änderte die Lage nicht, und die verbündeten Truppen mussten das Schlachtfeld verlassen und sich nach Slavkov zurückziehen. [1] Die österreichisch-russischen Einheiten in der Umgebung von Sokolnice wurden zu großen Teilen eingekesselt und zur Kapitulation gezwungen, nur einem Teil gelang die Flucht über die Dämme der zugefrorenen Teiche. [1] Gesondert kämpfte das russische Korps von General Bagration bei Tvarožná und entlang der Olmützer Straße gegen das Korps von Marschall Lannes. Bagration erlitt Verluste, führte sein Korps aber als Einziger geordnet zurück. [1]

Ergebnis und Folgen

Die Quelle gibt an, dass mit der Schlacht fast fünfzigtausend gefallene Soldaten verbunden sind. [1] Napoleon verkündete den überlebenden französischen Soldaten den Sieg am Tag nach der Schlacht vom Balkon des Schlosses Slavkov. [1] Die übrigen verbündeten Truppen waren zu weiteren Kämpfen nicht mehr in der Lage und zogen sich in Richtung Hodonín nach Ungarn zurück. [1] Am 6. Dezember 1805 wurde im Schloss Slavkov ein Waffenstillstand unterzeichnet, auf den der Frieden von Pressburg folgte, der Österreich nach den Angaben der Quelle beträchtliche Gebietsverluste brachte. [1]

Die Legende von den zugefrorenen Teichen

Mit der Schlacht ist eine Legende verbunden, die nach den Angaben der Quelle von Napoleon selbst verbreitet wurde und bis in die Gegenwart fortbesteht. Ihr zufolge sollen in den Teichen bei Sokolnice Tausende russischer Soldaten ums Leben gekommen sein. [1] Bei den nach der Schlacht angeordneten Abfischungen der Teiche fanden sich nach den überlieferten Quellen jedoch nur ertrunkene Pferde und verlorenes Kriegsmaterial, keine Soldaten. [1]

Quellen

  1. Zámek Slavkov – Austerlitz (Moravské zemské muzeum)