
Die Regierung von Andrej Babiš sollte in der Sitzung am 12. Oktober 2026 die Ausweitung der Aufsicht der Česká inspekce životního prostředí (ČIŽP) und Änderungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs beraten. Vor der Sitzung sollte der Koalitionsrat zusammentreten.[1]
Vorlagen auf der Tagesordnung
Die ČIŽP könnte die Befugnis erhalten, den Betrieb eines Unternehmens bei unmittelbarer Gefährdung der Gesundheit der Einwohner sofort zu stoppen, etwa bei einer Havarie oder einem Austritt toxischer Stoffe. Bisher musste sie in der Regel dem Betreiber zunächst eine Abhilfemaßnahme auferlegen und ihm eine Frist setzen. Die Aufsicht soll auf die Bergbauindustrie, die Batterieherstellung und niedrige Hunderte Großbetriebe der Schweine- und Geflügelhaltung ausgeweitet werden.[1]
Die Novelle des Bürgerlichen Gesetzbuchs und weiterer Vorschriften soll laut dem Ministerstvo spravedlnosti České republiky den Schutz der Rechte von Kindern stärken und Begriffe nach der seit Anfang 2026 wirksamen Scheidungsnovelle klären. Sie soll ausdrücklich festlegen, dass das Gericht bei häuslicher Gewalt prüft, ob Gründe für den Entzug der elterlichen Verantwortung vorliegen.[1]
Auf der Tagesordnung standen außerdem eine Verordnung zur effizienteren Nutzung von Funkfrequenzen, der Bericht über die Erfüllung des Nationalen Aufbauplans, ein Material zur staatlichen Förderpolitik gegenüber nichtstaatlichen Nonprofit-Organisationen, die Bewertung der Entwicklung der öffentlichen Krankenversicherung und die nationale Strategie zur Regeneration von Brownfields bis 2030.[1]
Mögliche Themen
Die Regierung konnte sich mit der Novelle zur Finanzierung der Lehrassistenten befassen, die das Kabinett eine Woche zuvor wegen der Stellungnahme von Motoristé sobě und SPD zurückgestellt hatte. Diese fordern grundlegende Änderungen der Inklusion oder ihre Abschaffung unter Verweis auf die finanzielle Belastung. Bildungsminister Plaga sagte, seine Aufgabe sei es, die Koalitionspartner von der Notwendigkeit der Inklusion zu überzeugen. Die Regierung konnte auch über die Aufnahme von Materialien in die Sitzungen des Abgeordnetenhauses des Parlaments der Tschechischen Republik und über den zweiten Wahlgang der Senatswahlen beraten.[1]
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Entwurf eines Verfassungsgesetzes zur Verankerung der tschechischen Krone
In der Sitzung am 26. Oktober 2026 sollte die Regierung Stellung zum Abgeordnetenentwurf eines Verfassungsgesetzes zur Verankerung der tschechischen Krone beziehen. Den Entwurf legten die Minister Boris Šťastný und Petr Macinka (beide Motoristé sobě), der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses Tomio Okamura (SPD) und der Abgeordnete Filip Turek vor. Die Regierungslegisten empfahlen dem Kabinett eine neutrale Stellungnahme.[2]
Der Entwurf soll die Krone auf Verfassungsebene als Währung der Tschechischen Republik festlegen, sodass eine Währungsänderung die Zustimmung von drei Fünfteln aller Abgeordneten und drei Fünfteln der anwesenden Senatoren erfordern würde. Für die Annahme ist eine Dreifünftelmehrheit in beiden Kammern des Parlaments der Tschechischen Republik nötig; laut der Zeitung iDNES haben die Antragsteller sie vor allem im Senat des Parlaments der Tschechischen Republik nicht, wo weder Motoristé sobě noch SPD Vertreter haben. Die Regierungskoalition hat im Abgeordnetenhaus 108 von 200 Stimmen, zur Verfassungsmehrheit fehlen ihr 12.[2][3]
Laut den Regierungslegisten ist die Absicht, die Krone zu verankern, Teil des Regierungsprogramms, das die Vorlage eines Entwurfs einschließlich des Rechts, Bargeld zu halten und zu verwenden, im Jahr 2027 vorsieht. Die Antragsteller geben an, der Entwurf verbiete den Beitritt zur Eurozone nicht.[2]
Chronologie
- — Die Regierung soll bei ihrer Sitzung am Montag, dem 26. Oktober 2026, Stellung zum Abgeordnetenentwurf eines Verfassungsgesetzes zur Verankerung der tschechischen Krone in der Verfassung nehmen, den Vertreter der Motoristen und der SPD eingebracht haben; die Legislativexperten der Regierung empfahlen eine neutrale Stellungnahme. ČTK / České noviny iDNES.cz