Michal Koudelka auf einem Foto aus dem Jahr 2022
Michal Koudelka auf einem Foto aus dem Jahr 2022Foto: Jindřich Nosek (NoJin), 2022 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Michal Koudelka ist Direktor des Geheimdienstes Bezpečnostní informační služba (BIS).[1]

Auf der internationalen Konferenz „Aktuelle Sicherheitsbedrohungen“ im Abgeordnetenhaus des Parlaments der Tschechischen Republik sagte er am 12. Oktober 2026, Russland könne in den kommenden Monaten in Tschechien oder einem anderen demokratischen Land zu riskanteren und schwerwiegenderen Operationen übergehen. Als Beispiele nannte er Sabotageakte gegen Einrichtungen, die der Ukraine helfen, einen Drohnen- oder Raketenangriff auf ein Waffenlager für die Ukraine und eine begrenzte Militäraktion gegen einen Mitgliedstaat des Nordatlantischen Bündnisses. Laut Koudelka ist eine solche Bedrohung derzeit nicht akut, nach der Ausrufung irgendeiner Form der Mobilmachung lasse sie sich aber nicht ausschließen.[1][2]

Er wiederholte seine Einschätzung, dass Russland die größte äußere Sicherheitsbedrohung für Tschechien darstelle. Seiner Ansicht nach könne Russland die westlichen Demokratien weder militärisch noch wirtschaftlich besiegen und versuche deshalb, sie zu spalten. Er verwies auf russische Desinformationsbemühungen und sagte, deren Handlungsspielraum müsse eingeengt werden. Zugleich erklärte er, man müsse nicht der Hysterie verfallen, und bezeichnete Tschechien als stark genug, um den Bedrohungen zu begegnen.[1][2]

Chronologie

  • — Der Direktor der Bezpečnostní informační služba, Michal Koudelka, sagte am 12. Oktober 2026 auf einer Konferenz im Abgeordnetenhaus des Parlaments der Tschechischen Republik, Russland könne in den kommenden Monaten in Tschechien zu schwerwiegenderen Operationen übergehen, etwa zu Sabotage oder einem Drohnen- oder Raketenangriff auf ein Waffenlager für die Ukraine. ČTK / České noviny Seznam Zprávy

Quellen

  1. ČTK / České noviny — 12. Oktober 2026
  2. Seznam Zprávy — 12. Oktober 2026