Mariana Nesnídalová führt das Uhrmacher-Familienunternehmen Hainz fort, das 1836 von Ludvík Hainz gegründet wurde. Sie gehört zur siebten Generation der Familie, die sich nach Angaben des Direktors des Národní technické muzeum (NTM), Karel Ksandr, vor allem um Turmuhren kümmert, darunter die Prager Rathausuhr.[1]

Beitrag zur Ausstellung Sága rodu Hainzů

Anlässlich des 190. Jahrestags der Firmengründung eröffnete das NTM in Prag am 13. Oktober 2026 die Ausstellung Sága rodu Hainzů. Nesnídalová lieh dafür einige Exponate aus und schenkte dem Museum ein aktuelles Räderwerk für Turmuhren.[1][2] Die Ausstellung stellten der Direktor des NTM Karel Ksandr und der Kurator David Hamr Journalisten vor; sie ist bis zum 28. März 2027 öffentlich zugänglich.[1]

Kurator Hamr hob bei der Präsentation die Rolle von Nesnídalová als Fortführerin der Familientradition hervor, die an der Vorbereitung der Ausstellung beteiligt war.[1] Nesnídalová sagte dazu: „Es ist fast unglaublich, dass wir heute die Möglichkeit haben, die Arbeit fortzusetzen, die unsere Vorfahren vor 190 Jahren begonnen haben. Dabei wird einem bewusst, wie groß die Verpflichtung ist, die wir gegenüber der Vergangenheit und der Zukunft haben.“[1][2]

Die Familienfirma Hainz

Die Firma gründete Ludvík Hainz im Jahr 1836; ab den 1880er Jahren richtete sich das Produktionsprogramm auf Turmuhren aus.[1] Hainz beteiligte sich an der Rettung des Mechanismus der Prager Rathausuhr, dem in den 1860er Jahren der Untergang drohte. Die Uhr wurde nach der Reparatur an Neujahr 1866 in Gang gesetzt, und die Firma kümmert sich seither um sie, mit Ausnahme der Jahre 1948 bis 1989, als sie unter dem kommunistischen Regime verstaatlicht war.[1][2] Zwei Nachfolger der Familie, beide mit dem Namen Ludvík, bezahlten nach Angaben von Kurator Hamr für ihre Arbeit nach 1948 mit Haft.[1] Die Firma produziert derzeit in Lysá nad Labem.[1][2]

Chronologie

  • — Das Národní technické muzeum in Prag eröffnete die Ausstellung Sága rodu Hainzů, die an 190 Jahre seit der Gründung der ältesten tschechischen Uhrmacherfirma Hainz erinnert. → ČTK / České noviny Pražská Drbna

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Quellen

  1. ČTK / České noviny — 13. Oktober 2026
  2. Pražská Drbna — 13. Oktober 2026