Die Einstellung der Suche nach vermissten Tschechen vor Averøy ist die Entscheidung der norwegischen Polizei, die Suche nach drei Männern von einem Fischerboot einzustellen, das im Meer vor der Insel Averøy im Westen Norwegens gesunken ist. Die Polizei teilte mit, dass sie alle vier Männer an Bord, die tschechische Staatsangehörige waren, für tot hält, obwohl drei von ihnen nicht gefunden wurden.[1][2]
Der Unfall
Die vier Männer fuhren am 18. September 2026 mit einem Fischerboot von der Insel Averøy aus.[3] Als das Boot zur vereinbarten Zeit nicht zurückkehrte, begann ein umfangreicher Rettungseinsatz, an dem Hubschrauber, die Küstenwache, ein Rettungsschiff und weitere Fahrzeuge beteiligt waren.[3] In der folgenden Nacht fanden die Retter das Boot mit dem Kiel nach oben gekentert und neben ihm den Leichnam eines der Männer.[1][3] Laut novinky.cz handelte es sich um den Kommandanten einer Feuerwehreinheit aus der Region Trutnov, den Kollegen als erfahrenen Feuerwehrmann beschrieben.[3] Die Polizei wartet auf die Ergebnisse der Obduktion.[1]
Die Suche
Die Retter durchsuchten nacheinander die Gewässer um die Insel Averøy, dann die Küste der Insel Smøla etwa 30 Kilometer vom Fundort des Bootes entfernt und konzentrierten sich anschließend auf das Gebiet des Grip-Archipels.[1][2] Das Suchgebiet wurde anhand der Meeresströmungen bestimmt, und die Polizei bezeichnete es als anspruchsvoll.[1] Bei der Suche wurden auch Drohnen eingesetzt.[2][3] Der Ermittler Eirik Andre Sæther sagte laut NRK, die Retter hätten alle Stellen abgesucht, an denen sie die Vermissten vermutet hätten, aber „drei Männer konnten wir nicht finden, und im Moment haben wir kein weiteres Gebiet mehr, in dem eine Suche sinnvoll wäre“.[3] Die Suche kann nach Angaben der Polizei wieder aufgenommen werden, wenn neue Informationen auftauchen.[3]
Ermittlungen und Folgen
Die Unfallursache wird weiter untersucht, die Polizei wartet auf die Ergebnisse der technischen Untersuchung des Bootes.[3] Sie vernahm den Betreiber eines Bootsverleihs mit Sitz in Tschechien, doch niemand wurde beschuldigt oder gilt als verdächtig.[1][2][3] Der Sender NRK versuchte nach eigenen Angaben vergeblich, den Verleih mit Fragen zu der Schulung zu kontaktieren, welche die Männer vor dem Auslaufen absolviert hatten.[1][2] Norwegische Medien berichteten nach dem Unglück, dass die örtlichen Behörden eine Verschärfung der Regeln für die Vermietung von Freizeitbooten erwägen, unter anderem die Einführung von Ortungsgeräten auf Fischerbooten.[1][2][3]
Nach norwegischen Quellen kamen 2026 in Norwegen insgesamt sieben ausländische Angeltouristen ums Leben, darunter die vier tschechischen Opfer dieses Unglücks.[1][2] Der Sender TV2 gab an, dass die drei früheren Opfer von einem Unglück im Mai 2026 in der Region Nordmøre stammten.[1][2] Das tschechische Außenministerium teilte damals mit, dass zwei der drei Toten Tschechen waren.[1][2]
Quellen
- iDNES.cz — 4. Oktober 2026
- ČTK / České noviny — 4. Oktober 2026
- Novinky.cz — 4. Oktober 2026