Die Aussage von Tomáš Knížek im Fall Dozimetr ist eine Zeugenvernehmung vor einem Gericht in Prag, in der der frühere stellvertretende Direktor der Všeobecná zdravotní pojišťovna (VZP) am 2. November 2026 Verbindungen zu der Gruppe um einen Unternehmer aus Zlín und zum Dopravní podnik hlavního města Prahy (DPP) beschrieb [1].

Aussage

Knížek sagte, er habe aus der Gruppe mit einem Unternehmer zusammengearbeitet, der in dem Fall eine Vereinbarung über Schuld und Strafe geschlossen hat und zu einer Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe verurteilt wurde. Mit den übrigen Mitgliedern habe er sich in Wohnungen oder auf Partys getroffen. Er sagte: „Ich wusste, dass dort Geld verteilt wird, aber ich habe mich nicht daran beteiligt.“ Früher habe er in der Informationstechnologie in Firmen dieses Unternehmers gearbeitet [1].

Den Unternehmer aus Zlín nahm er nach eigener Aussage zunächst als Konkurrenten im Kampf um Einfluss im DPP wahr, später als Mitstreiter. Bei den Besprechungen, an denen er teilnahm, ging es nach seinen Worten um Aufträge des DPP. Mit dem früheren stellvertretenden Prager Oberbürgermeister Hlubuček besprach er dessen politische Kampagne. Er räumte auch ein, mehrmals über ein verschlüsseltes Telefon kommuniziert zu haben [1].

Hintergrund

Nach Angaben des Staatsanwalts Adam Borgula beeinflusste die von dem Unternehmer aus Zlín geführte Gruppe über eingesetzte Manager im DPP Ausschreibungen und nahm dafür Bestechungsgelder an. Die Anklage wirft den Angeklagten unter anderem die Beteiligung an einer organisierten kriminellen Gruppe, Bestechlichkeit, Bestechung und Geldwäsche vor. Für Hlubuček beantragte der Staatsanwalt eine Freiheitsstrafe von acht Jahren [1].

„Ich wusste, dass dort Geld verteilt wird, aber ich habe mich nicht daran beteiligt.“

Er sagte[1]

Knížek tritt auch in dem Fall der Wirtschaftsführung der VZP auf, der mit dem Fall Dozimetr zusammenhängt. Eine Vereinbarung über Schuld und Strafe schloss er mit dem Staatsanwalt Borgula, das Gericht genehmigte sie jedoch nicht. Richter Milan Rossi besteht auf einer erneuten Vernehmung, die klären soll, ob Knížek die Stellung eines kooperierenden Beschuldigten verdient. Sowohl der Staatsanwalt als auch Knížek legten dagegen Beschwerde ein [1].

Quellen

  1. Blesk.cz — 2. November 2026