
Das festliche dreitägige Abfischen des Teichs Vrkoč bei Ivaň in der Region Brünn fand vom 30. Oktober bis 1. November 2026 statt; wegen der Trockenheit sind die Karpfen in diesem Jahr kleiner, und ihr Preis dürfte vor Weihnachten leicht steigen.
Das Abfischen des Teichs Vrkoč bei Ivaň in der Region Brünn fand vom 30. Oktober bis 1. November 2026 als festliche dreitägige Veranstaltung statt. Der Teich gehört dem Rybníkářství Pohořelice, das aus ihm und weiteren betriebseigenen Teichen den Markt vor Weihnachten mit Karpfen beliefert [1][2].
Der Teich
Der Vrkoč wurde 1552 angelegt und hat eine Fläche von 156 Hektar. Er ist der zweitgrößte Teich im System der Pohořelicer Teiche und einer der drei größten betriebseigenen Teiche, in denen Speisefische gehalten werden. Im Herbst wird außerdem im benachbarten Novoveský rybník und im Dolní Jaroslavický rybník an der Thaya im Gebiet Znojmo abgefischt [1][2].
Ablauf und Preise
Interessenten konnten frischen Karpfen oder Graskarpfen direkt aus dem Bottich kaufen; erhältlich waren auch portionierte Fische und Fischimbisse, etwa Karpfenburger oder Pommes frites aus Karpfen und Zander. Beim Abfischen kostete ein Kilogramm Karpfen der ersten Klasse 120 Kronen, ein ausgesuchter Karpfen war um zehn Kronen teurer. Der Preis auf dem Markt vor Weihnachten richtet sich nach beiden Quellen auch nach den Preisen der Händler, und eine Familie zahlt für den Weihnachtskarpfen einige Kronen mehr als in den Vorjahren [1][2].
Folgen der Trockenheit
Nach Angaben des Direktors des Rybníkářství Pohořelice, Ivan Šútovský, liefert der Betrieb auf den Weihnachtsmarkt dieselbe Menge Karpfen wie in den Vorjahren, etwa 600 Tonnen, doch die Fische haben wegen der Trockenheit nicht so viel zugenommen, wie wünschenswert wäre. Das geringere Wasservolumen führte seinen Worten zufolge auch zu höheren Verlusten durch Fressfeinde wie Kormorane, Fischotter oder Reiher. Die diesjährigen Erträge an Speisefischen sollen etwa zehn Prozent unter denen des Vorjahres liegen, weil rund fünfzig Hektar Wasserfläche ohne Wasser blieben [1][2].
Größere Probleme hatte der Betrieb an kleineren Teichen mit Besatzfischen, von denen er einige vorzeitig abfischen musste. Die Teiche liegen vor allem an den Flüssen Jihlava und Thaya unterhalb der Stauseen Dalešice, Mohelno, Vranov und bei Znojmo. Šútovský erwartet, dass sich die Trockenheit im nächsten und übernächsten Jahr in einer schwächeren Produktion bemerkbar machen kann, da die Karpfenzucht drei bis vier Jahre dauert [1][2].
Der Betrieb reagiere laut Šútovský auf die Veränderung des Marktes, auf dem das Interesse an lebenden Fischen sinke und das an gefrorenen und gekühlten verarbeiteten Fischen steige; deshalb habe er im Vorjahr in die Erweiterung der Verarbeitungsanlage investiert und liefere auch an Supermärkte [1][2].
Quellen
- Brněnská Drbna — 30. Oktober 2026
- iDNES.cz: Brno — 2. November 2026