Die Visegrád-Gruppe, kurz V4, umfasst Tschechien, Ungarn, Polen und die Slowakei.[1]
Gespräche über Energiepreise in Bratislava
Die für Energie zuständigen Minister der V4-Staaten trafen sich am 19. Oktober 2026 in Bratislava mit dem EU-Energiekommissar Dan Jørgensen.[1] Die slowakische Wirtschaftsministerin Denisa Saková erklärte nach dem Treffen, die V4-Staaten forderten von der Europäischen Union eine befristete Ausnahme, die es ihnen erlauben würde, bei hohen Energiepreisen EU-Mittel zur Unterstützung der Industrie einzusetzen. Laut Saková liegen die Preise in Europa um ein Mehrfaches über denen in den USA oder in Asien.[1]
Der tschechische Industrie- und Handelsminister Karel Havlíček nannte die Kohäsionsfonds oder den Modernisierungsfonds als mögliche Finanzierungsquelle. Tschechien sei nach seinen Worten bereit, bei steigenden Strompreisen einen Höchstpreis für Erzeuger festzulegen, ihn durch eine Preisobergrenze für Händler zu ergänzen und gegebenenfalls die regulierte Preiskomponente weiter zu senken. Ändere sich die Lage an den Börsen nicht, könnten sich die hohen Marktpreise laut Havlíček im kommenden Jahr auf die Preise für Verbraucher und Unternehmen auswirken.[1]
Kommissar Jørgensen sagte, die Europäische Union müsse ihre Abhängigkeit vom globalen Energiemarkt verringern und sei darauf besser vorbereitet als zu Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022. Der polnische Energieminister Miłosz Motyka verwies auf die Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu sichern.[1]
Chronologie
- — Industrie- und Handelsminister Karel Havlíček sagte nach den Gesprächen der V4-Staaten mit EU-Energiekommissar Dan Jørgensen in Bratislava, Tschechien sei bei steigenden Energiepreisen bereit, einen Höchstpreis für Strom bei Erzeugern einzuführen und ihn durch eine Obergrenze für Händler zu ergänzen. ČTK / České noviny
Quellen
- ČTK / České noviny — 19. Oktober 2026