Der ehemalige Exekutivdirektor der Zdravotní pojišťovna ministerstva vnitra, Otakar Smolík, erhielt in den letzten drei Jahren neben seinem Gehalt Prämien und Abgangsentschädigungen von insgesamt mehr als 35 Millionen Kronen; die Polizei prüft den Fall.

Bild aus der Publikation Blesk.cz
Bild aus der Publikation Blesk.cz, 8. 10. 2026

Der ehemalige Exekutivdirektor der Zdravotní pojišťovna ministerstva vnitra (ZPMV), Otakar Smolík, erhielt in den letzten drei Jahren mehr als 35 Millionen Kronen an außerordentlichen Prämien und Abgangsentschädigungen. Sein Jahresgehalt betrug etwa 2,4 Millionen Kronen. Die Zahlen hat der Sender Radiožurnál ermittelt; am 8. Oktober 2026 griffen andere Medien sie auf [1].

Höhe der Zahlungen

Im Jahr 2026 zahlte die Versicherung Smolík einen Rekordbetrag von mehr als 17 Millionen Kronen aus. Die Versicherung verließ er im Frühjahr 2026. Die Prämien genehmigte der damalige Generaldirektor David Kostka, der das Amt nach elf Jahren abgab [1].

Acht Millionen Kronen erhielt Smolík 2024 als Abgangsentschädigung wegen der Abschaffung seiner Stelle, obwohl er bei der Versicherung auf einer neuen Position weiterarbeitete. Die Versicherung wirtschaftete zu dieser Zeit bereits seit mehreren Jahren mit Verlust, und der Verwaltungsrat forderte die Leitung zu Einsparungen im Betrieb auf [1].

Hohe Abgangsentschädigungen erhielten zwischen 2023 und 2025 auch eine ehemalige Leiterin eines Bereichs im Büro des Generaldirektors (9,3 Millionen Kronen) und eine ehemalige Beraterin des Direktors des Bereichs Leistungen (etwa 6,1 Millionen Kronen) [1].

Rechtliche Beurteilung und Reaktionen

Der Jurist Ondřej Preuss erklärte, die Abgangsentschädigung solle eine Zeit ohne Arbeit überbrücken. Wenn ein Arbeitnehmer wieder beim selben Arbeitgeber anfange, müsse der Anspruch seiner Ansicht nach entfallen. Bei der Abfindung sieht das Arbeitsgesetzbuch vor, dass nach erneuter Einstellung beim selben Arbeitgeber ein anteiliger Teil zurückzuzahlen ist [1].

Gesundheitsminister Adam Vojtěch erklärte, sein Ressort habe gemeinsam mit dem Ministerstvo financí České republiky eine Kontrolle der Wirtschaftsführung der Versicherung angestoßen, und das Ministerstvo zdravotnictví České republiky sei bereit, Strafanzeige zu erstatten. Die Prämien bei der ZPMV seien nach seinen Worten höher gewesen als bei der Všeobecná zdravotní pojišťovna, die fünfmal so viele Versicherte hat. Laut Blesk.cz prüft die Polizei den Fall bereits [1].

Chronologie

  • — Smolík, ein früherer Manager der Versicherung ZPMV, erhielt in den letzten drei Jahren neben seinem Gehalt Boni und eine Abfindung in Höhe von insgesamt 35 Millionen Kronen. iROZHLAS Blesk.cz

Quellen

  1. Blesk.cz — 8. Oktober 2026