Die Národní koalice pro boj se suchem wird vom Ministerpräsidenten geleitet. Mitglieder sind die Minister für Umwelt und Landwirtschaft sowie Vertreter von Klimatologen und Wasserwirtschaftlern. Hinter ihrer Gründung im Jahr 2018 stand der damalige Umweltminister Richard Brabec (ANO 2011), heute Regionshauptmann des Ústecký kraj, der in ihr nun die Regionen vertritt.[1]

Erneuerung im Jahr 2026

Die Regierung belebte die Koalition im August 2026 nach einer Welle heißen und trockenen Wetters wieder, die den Abfluss von Gewässern stellenweise auf historische Tiefststände senkte. Die Opposition kritisierte die Regierung damals für den unzureichenden Umgang mit der Dürre und forderte systemische Maßnahmen nach bestehenden Plänen zur Anpassung an den Klimawandel.[1]

Nach der Sitzung im August erklärte Ministerpräsident Andrej Babiš (ANO 2011), die Ministerien sollten gemeinsam mit dem Český hydrometeorologický ústav eine Karte von etwa 500 bis 1000 Orten erstellen, an denen das Wasser am schnellsten verschwindet. Laut Brabec soll die Koalition die Programme gegen die Dürre auswerten und entscheiden, welche sich fortzusetzen lohnen und welche finanziell gefördert werden. Vertreter der Regierung sagten, das Kabinett wolle vier Milliarden Kronen für den Kampf gegen die Dürre bereitstellen.[1]

Die nächste Sitzung der Koalition berief Babiš für den 12. Oktober 2026 ein.[1]

Meinung eines Fachmanns

Zdeněk Žalud, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Ústav výzkumu globálních změn, bezeichnete die Koalition als Zusammenschluss zahlreicher Fachleute, die im Unterschied zu politisch gewählten Vertretern nach seinen Worten die richtigen Tendenzen langfristig vorantreiben.[2]

Chronik

  • — Ministerpräsident Andrej Babiš berief für den 12. Oktober eine weitere Sitzung der Národní koalice pro boj se suchem ein, nachdem die im Jihočeský kraj gelegene Vodní nádrž Husinec fast ausgetrocknet war. → ČTK / České noviny iROZHLAS

Quellen

  1. ČTK / České noviny — 7. Oktober 2026
  2. Ekonomický deník