Das Ministerstvo životního prostředí (abgekürzt MŽP) ist die zentrale staatliche Verwaltungsbehörde der Tschechischen Republik und die oberste Aufsichtsbehörde in Umweltangelegenheiten[1]. Nach der vereinfachten Beschreibung des Ministeriums besteht seine Aufgabe darin, die Natur und die Umwelt in der Tschechischen Republik zu schützen[2].

Geschichte

Das Ministerium wurde am 19. Dezember 1989 durch das Gesetz des Tschechischen Nationalrats Nr. 173/1989 Slg. mit Wirkung vom 1. Januar 1990 errichtet[1]. Erster Minister wurde ab dem 1. Januar 1990 Bedřich Moldan, der das Amt bis zum 24. Januar 1991 für das Bürgerforum, später für die ODS ausübte[1]. Seit der Gründung der Institution hatten zahlreiche Persönlichkeiten verschiedener politischer Parteien sowie Parteilose das Ministeramt inne. Zu den weiteren Ministern gehörten etwa Ivan Dejmal (ODA, 1991–1992), František Benda (KDS, später ODS, 1992–1996), Jiří Skalický (ODA, 1996–1998), Martin Bursík (KDU-ČSL, 1998, später erneut SZ, 2007–2009), Miloš Kužvart (ČSSD, 1998–2002), Libor Ambrozek (KDU-ČSL, 2002–2006), Petr Jan Kalaš (parteilos, 2006–2007), Ladislav Miko (parteilos, 2009), Jan Dusík (parteilos, 2009–2010), Jakub Šebesta (parteilos, 2010), Rut Bízková (parteilos, 2010), Pavel Drobil (ODS, 2010), Tomáš Chalupa (ODS, 2011–2013), Tomáš Jan Podivínský (parteilos, 2013–2014) und Richard Brabec (ANO 2011, 2014–2021)[1]. Vom 17. Dezember 2021 bis zum 31. Oktober 2022 leitete Anna Hubáčková (KDU-ČSL) das Amt, danach vom 1. November 2022 bis zum 9. März 2023 Marian Jurečka (KDU-ČSL)[1]. Vom 10. März 2023 bis zum 15. Dezember 2025 war Petr Hladík (KDU-ČSL) Minister[1]. Vom 15. Dezember 2025 bis zum 23. Februar 2026 leitete Petr Macinka (Motoristé sobě) das Amt, und seit dem 23. Februar 2026 ist Igor Červený Minister, ebenfalls für die Bewegung Motoristé sobě[1].

Zuständigkeit

Das Ministerium ist nach seiner Beschreibung die zentrale staatliche Verwaltungsbehörde für den Schutz der natürlichen Wasserakkumulation, den Schutz der Wasserressourcen und den Schutz der Qualität des Grund- und Oberflächenwassers[1]. Ferner ist es für den Schutz der Luft, den Natur- und Landschaftsschutz sowie den Schutz des landwirtschaftlichen Bodenfonds zuständig[1]. Zu seinen Aufgaben gehören die Ausübung des staatlichen geologischen Dienstes, der Schutz des Gesteinsumfelds einschließlich des Schutzes von Bodenschätzen und Grundwasser, geologische Arbeiten sowie die ökologische Aufsicht über den Abbau[1]. Das Ministerium sorgt außerdem für die Abfallwirtschaft und für die Beurteilung der Umweltauswirkungen von Tätigkeiten und deren Folgen, einschließlich grenzüberschreitender Auswirkungen[1]. In seine Zuständigkeit fallen auch die Jagd, die Fischerei und die Forstwirtschaft in den Nationalparks sowie die Gestaltung der staatlichen Umweltpolitik[1]. Das Ministerium koordiniert nach eigener Darstellung in Umweltangelegenheiten das Vorgehen aller Ministerien und der übrigen zentralen staatlichen Verwaltungsorgane der Tschechischen Republik, und zwar zur Sicherung und Kontrolltätigkeit der Regierung der Tschechischen Republik[1].

Stellung

Das Ministerium erfüllt seine Aufgaben nach den Gesetzen der Tschechischen Republik und nach den Regeln der Europäischen Union[2]. Anstelle der vollständigen Bezeichnung wird üblicherweise die Abkürzung MŽP verwendet[2].

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Quellen

  1. Ministerstvo životního prostředí České republiky
  2. Ministerstvo životního prostředí České republiky