Bei den Gemeinderatswahlen am 9. und 10. Oktober 2026 gewann die Bewegung ANO 2011 nach vorläufigen Ergebnissen in sechs Regionalhauptstädten, landete in Prag auf dem vierten Platz und verlor in Ústí nad Labem eine traditionelle Hochburg.

Bild aus Echo24
Bild aus Echo24, 11.10.2026

Bei den Gemeinderatswahlen am 9. und 10. Oktober 2026 gewann die Bewegung ANO 2011 nach vorläufigen Ergebnissen vom 11. Oktober in sechs der 13 Regionalhauptstädte. Bei der vorigen Wahl vor vier Jahren hatte sie in acht gesiegt. In den meisten Städten, in denen sie gewann, verlor sie einen Teil ihrer Mandate.[1]

ANO 2011

Die Bewegung ANO 2011 gewann in Karlsbad, Olmütz, Ostrava, Pardubice und Pilsen, wo sie gemeinsam mit Parteilosen antrat, und steuerte nach vorläufigen Ergebnissen in Zlín auf den Sieg zu. Gegenüber der Wahl 2022 gewann sie Pilsen, wo damals die Koalition Spolu gesiegt hatte, und verlor den ersten Platz in Hradec Králové, Jihlava und Ústí nad Labem.[1] In Ostrava erhielt sie 18 Mandate im 55-köpfigen Stadtrat, drei weniger als zuvor; die zweitplatzierte Koalition srdcOVA (ODS, KDU-ČSL, TOP 09) erhielt 13 Mandate und die drittplatzierte STAN 12.[1] Der Vorsitzende der Bewegung und Ministerpräsident Andrej Babiš bezeichnete das Ergebnis als sehr gut.[1]

Ústí nad Labem

In Ústí nad Labem gewann die Gruppierung Jedno Ústí, die PRO! Ústí, die Česká pirátská strana, die Grünen (Zelení), STAN, TOP 09, Ústecké fórum občanů und Naše Česko vereint. Sie erhielt 22 von 37 Mandaten, während ANO 2011, der Sieger der Wahl 2022, sechs erhielt. Babiš sagte dazu, Ústí nad Labem müsse sich Gedanken über das Ergebnis machen.[1][2]

Prag und weitere Städte

In Prag gewann nach vorläufigen Ergebnissen STAN mit 23,16 Prozent der Stimmen, Zweiter wurde Spolu (ODS, TOP 09) mit 22,04 Prozent, Dritter Praha sobě mit 17,7 Prozent und Vierter ANO 2011 mit 14,48 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 45,95 Prozent.[2] Der STAN-Spitzenkandidat Petr Hlaváček sagte, er wolle über eine Koalition im Magistrát hlavního města Prahy mit Spolu, Praha sobě und den Piraten verhandeln. Der Spolu-Spitzenkandidat Tomáš Portlík sagte, STAN sei für Spolu der nächste Partner, und er könne eine Zusammenarbeit mit ANO 2011 ausschließen. Der Prager ANO-Spitzenkandidat Jan Hušbauer bezeichnete sich als zur Zusammenarbeit bereit.[2]

In Brünn gewann die Liste von KDU-ČSL und STAN mit 18 von 55 Mandaten, Zweite wurde ODS mit TOP 09 und Parteilosen mit 13 und Dritte ANO 2011 mit 11 Mandaten.[1] In Budweis kam die Bewegung Naše Česko auf den ersten Platz, die der Regionshauptmann Martin Kuba nach seinem Austritt aus der ODS gegründet hat, und in Liberec gewannen Starostové für den Liberecký kraj.[1][2]

Verwandte Artikel: ANO 2011

Chronologie

  • — Bei den Kommunalwahlen am 9. und 10. Oktober 2026 gewann die Bewegung ANO in sechs Kreishauptstädten, schnitt in Prag schlechter ab und verlor eine ihrer traditionellen Hochburgen. Echo24 Ekonomický deník

Quellen

  1. Echo24 — 11. Oktober 2026
  2. Ekonomický deník — 11. Oktober 2026