František Maxmilián Kaňka war ein Architekt, dessen Name mit der Fertigstellung des Jesuitenkomplexes Clementinum in Prag Anfang des 18. Jahrhunderts verbunden wird. Der Denkmalkatalog des Národní památkový ústav nennt ihn als Urheber des Observatoriumsturms, der Kapelle der Marianischen Bruderschaft und des Ostflügels. Die Druckerei im Komplex vollendete Anfang des 18. Jahrhunderts Pavel Ignác Bayer. [1]

Laut demselben Katalog wurde die Kirche des hl. Clemens wahrscheinlich 1711 nach seinen Plänen errichtet; Baumeister war Antonio Lurago, fertiggestellt wurde sie vor 1715. An der Vollendung der Kirche wirkten auch der Steinmetz Domenico Antonio Rappa und der Bildhauer Matthias Bernhard Braun mit. [1] Am Bau des Komplexes waren zu verschiedenen Zeiten außerdem Carlo Lurago, Francesco Lurago und Giovanni Domenico Orsi beteiligt. Einen Teil des Komplexes passte 1928 bis 1930 Ladislav Machoň an die Bedürfnisse der Nationalbibliothek an. [1] Die Ausstattung des Komplexes schufen unter anderem Jan Jiří Bendl, Giovanni Bartolomeo Cometa, Kryštof Tausch und Jan Hiebel. [1]

Die Kirche des hl. Clemens ist ein einschiffiger Bau mit vier Gewölbejochen, von denen das östliche das Presbyterium bildet. [1]

Quellen

  1. Národní památkový ústav (Památkový katalog)