Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni führte am 29. September 2026 in Prag Gespräche mit Ministerpräsident Andrej Babiš; nach dem Treffen hoben beide den Aktionsplan für die Zusammenarbeit bis 2030 und die Vereinbarung über eine gemeinsame Ausstellung über Pompeji und Herculaneum im Jahr 2028 hervor.

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni besuchte am 29. September 2026 Prag und führte Gespräche mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babiš. Nach Angaben des Úřad vlády České republiky betrafen die Gespräche in der Strakova akademie die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union, die Vorbereitung des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens der EU und die europäische Sicherheit. [1][3]
Aktionsplan bis 2030
Nach dem Treffen hob Babiš den neu vereinbarten Aktionsplan beider Länder für die strategische bilaterale und unionsweite Zusammenarbeit bis 2030 hervor. Er bezeichnete ihn als Meilenstein der Beziehungen und sagte, er wolle ihn in konkrete Projekte umsetzen. [1][2] Das Dokument, das das italienische Regierungsamt veröffentlichte, sieht eine Abstimmung der Positionen in der EU, in der NATO und in anderen internationalen Institutionen vor, unter anderem in Fragen der Sicherheit, der Migration, des Handels und der Energie. Tschechien verpflichtet sich darin, einen Militärattaché nach Rom zu entsenden, geplant sind außerdem ein tschechisch-italienischer Tag der Rüstungsindustrie und im Jahr 2027 eine Unternehmerreise nach Italien mit Schwerpunkt Rüstungsindustrie. Die Auswertung der Umsetzung des Memorandums soll alle zwei Jahre das Ministerstvo zahraničních věcí České republiky erstellen. [1]
Ausstellung und Gesprächsthemen
Beide Länder vereinbarten, im Jahr 2028 gemeinsam eine Ausstellung über Pompeji und Herculaneum zu veranstalten. [1][2] Meloni sagte laut Česká tisková kancelář, dass bei dem Treffen neben europäischen Angelegenheiten auch Energie, Rüstungsindustrie, Infrastruktur und Migration besprochen wurden. Babiš sagte über sie: „Ich halte Giorgia für eine hervorragende europäische Führungspersönlichkeit.“ Meloni würdigte Babišs Pragmatismus und bezeichnete den Austausch der Aktionspläne als Fahrplan für die kommenden Monate und Jahre. [1][2]
Das Treffen sollte mit einem Arbeitsabendessen in der Kramářova vila fortgesetzt werden. Der Handelsaustausch zwischen Tschechien und Italien erreichte nach der Pressemitteilung des Úřad vlády České republiky im Jahr 2025 mit 18,3 Milliarden Euro einen Rekordwert. Meloni war zuletzt im Frühjahr 2023 in Prag; mit Babiš traf sie sich in diesem Jahr im Februar in Rom. [1][3]
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Chronologie
- — Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni führte in Prag mit Ministerpräsident Andrej Babiš Gespräche über den EU-Haushalt, Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit. ČTK / České noviny Blesk.cz
Quellen
- ČTK / České noviny — 29. September 2026
- Blesk.cz — 29. September 2026
- Echo24 — 29. September 2026