Ein Staatsanwalt sah im August 2026 bedingt von der Strafverfolgung des Maschinenbauunternehmens Ferrit ab, das die Polizei beschuldigt hatte, unter Verstoß gegen Sanktionen Bergbaumaschinen nach Russland geliefert zu haben; die Öffentlichkeit erfuhr davon am 8. Oktober 2026.

Bild aus der Veröffentlichung von ČT24
Bild aus der Veröffentlichung ČT248.10.2026

Ein Staatsanwalt sah im August 2026 per Beschluss bedingt von der Strafverfolgung des Maschinenbauunternehmens Ferrit ab, das die Polizei beschuldigt hatte, unter Verstoß gegen internationale Sanktionen Bergbaumaschinen nach Russland geliefert zu haben. Die Entscheidung machte am 8. Oktober 2026 die Česká televize öffentlich.[1][2]

Die Anklage

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Frýdlant nad Ostravicí und stellt Schienenfahrzeuge für den Grubenverkehr sowie Grubenlader her.[2] Kriminalbeamte der Národní centrála proti organizovanému zločinu beschuldigten im September 2025 sechs Personen und die Firma. Nach Angaben der Ermittler gelangten sieben Maschinen über Zwischenhändler in weiteren Ländern nach Russland, obwohl ihre Ausfuhr Beschränkungen unterlag.[2] Laut Deník N, das als Erstes über das Verfahren berichtete, liefen die Maschinen vor allem über Firmen in der Türkei und in Georgien.[2]

Die Entscheidung

Die Bewährungszeit für die Firma legte der Staatsanwalt auf zwölf Monate fest. Nach Angaben eines Sprechers der Oberstaatsanwaltschaft in Olmütz zahlte das Unternehmen vor der Entscheidung 1.058.635 Euro, rund 26 Millionen Kronen, für Geldhilfe an Opfer von Straftaten.[2][3]

Vier Manager der Firma schlossen Absprachen über Schuld und Strafe, die noch vom Gericht gebilligt werden müssen. Der Staatsanwalt vereinbarte mit ihnen Geldstrafen von 150.000 bis 500.000 Kronen. Das Verfahren gegen zwei weitere Personen stellte er ein.[1][2]

Eigentümerwechsel

Laut Deník N übernahm im August 2026 die Gesellschaft Sutor Holding aus Most die Kontrolle über die Firma, die bis dahin drei Familiengesellschaften gehörte.[2][3]

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Chronologie

  • — Im August 2026 sah ein Staatsanwalt bedingt von der Strafverfolgung des Maschinenbauunternehmens Ferrit ab, das die Polizei wegen sanktionswidriger Lieferungen von Bergbaumaschinen nach Russland beschuldigt hatte, wie Česká televize am 8. Oktober berichtete; vier Manager des Unternehmens schlossen Schuld- und Strafabsprachen, die noch von einem Gericht genehmigt werden müssen. ČT24 ČTK / České noviny

Quellen

  1. ČT24 — 8. Oktober 2026
  2. ČTK / České noviny — 8. Oktober 2026
  3. Novinky.cz — 8. Oktober 2026