Das Vrchní soud v Olomouci ist ein Berufungsgericht mit Sitz in Olmütz, das Entscheidungen der Kreisgerichte überprüft, unter anderem in Strafsachen.[1]

Gebäude des Vrchní soud v Olomouci, 2012
Gebäude des Vrchní soud v Olomouci, 2012Foto: Fext, 2012 · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Das Vrchní soud v Olomouci ist ein Berufungsgericht mit Sitz in Olmütz.[1] Es verhandelt Berufungen gegen Urteile der Kreisgerichte, nach dem vorliegenden Fall auch gegen ein Urteil des Krajský soud v Brně.[1]

Entscheidung in einer Strafsache aus der Region Jihlava

Das Gericht bestätigte am 30. September 2026 das Urteil des Krajský soud v Brně, mit dem ein Senior aus der Region Jihlava wegen Mordes an seinem Neffen zu 17 Jahren Haft verurteilt worden war.[1][2] Der Fall betraf Schüsse auf der Straße in Třešť, die vor den Augen von Feuerwehrleuten und Polizisten fielen, die zu einem Hausbrand gerufen worden waren, den der Mann selbst gelegt hatte.[1][2]

Vorsitzender des Senats, der über die Berufung entschied, war Vladislav Šlapák.[1] Der Senat gelangte nach seinen Angaben zu dem Schluss, dass Kameraaufnahmen vom Tatort belegen, dass der Angeklagte die Tat bewusst und mit Überlegung begangen habe, nicht im Affekt, wie die Verteidigung einwandte, die eine Umqualifizierung auf Totschlag forderte.[1][3] Der Senatsvorsitzende erklärte, die Aufnahme zeige, wie der Mann nach einem verbalen Kontakt mit einem Verwandten hinter das Feuerwehrauto trat, eine Waffe zog und lud und anschließend auf den Geschädigten zuging und schoss.[1]

Staatsanwalt Jaroslav Kouřil erklärte in der Berufungsverhandlung, vor dem Schuss sei nichts Außergewöhnliches geschehen, was die Tat rechtfertigen könnte, und eine Umqualifizierung auf Totschlag komme nicht in Betracht.[1] Der Verteidiger Pavel Hála argumentierte dagegen, es habe sich um das „situative Versagen eines zutiefst unglücklichen Menschen“ gehandelt.[1]

Mit dem Urteil bestätigte das Gericht zudem die Pflicht des Verurteilten, vier Hinterbliebenen als Entschädigung für immateriellen Schaden insgesamt 7,25 Millionen Kronen zu zahlen.[1][2] Am 7. Oktober 2026 wies das Vrchní soud v Olomouci als unbegründet die Berufung eines Mannes zurück, den das Krajský soud v Ostravě zu zehn Jahren Haft verurteilt hatte, weil er einem Ehepaar aus Kopřivnice Fentanylpflaster verkauft und damit dessen Tod verschuldet hatte, wodurch die Strafe rechtskräftig wurde. [4]

Berufung gegen den Freispruch im Fall angeblicher Steuerhinterziehung bei Kraftstoffgeschäften, in dem die Firma FAU aus Opava gemeinsam mit dreizehn weiteren Angeklagten freigesprochen wurde, legte laut einem Bericht vom 5. Oktober 2026 der Staatsanwalt Karel Studený ein, und die Sache geht daher an das Vrchní soud v Olomouci; auch der Geschäftsführer der Firma legte Berufung ein, der mit der Art des Freispruchs nicht einverstanden ist. [5]

Chronologie

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Quellen

  1. ČTK / České noviny — 30. September 2026
  2. Deník: Vysočina — 30. September 2026
  3. Deník: Olomoucký kraj — 30. September 2026
  4. Ostravská Drbna — 7. Oktober 2026
  5. ČTK / České noviny — 5. Oktober 2026