In einer Debatte der Sendung 360° auf CNN Prima NEWS über die möglichen Folgen der Abschaffung der Fernseh- und Rundfunkgebühren gerieten der für die SPD gewählte Abgeordnete Jindřich Rajchl und der erste stellvertretende Vorsitzende der KDU-ČSL, Benjamin Činčila, scharf aneinander. Die Abschaffung der Gebühren strebt die Regierungskoalition aus ANO 2011, SPD und den Motoristen an.[1]

Argumente zu den Gebühren

Rajchl verteidigte die freiwillige Zahlung der Gebühren und verglich sie mit einer Autobahnvignette. Seiner Ansicht nach sollten Menschen nicht für eine Leistung zahlen, die sie nicht nutzen. Činčila entgegnete, nach derselben Logik könnten die Menschen auswählen, welche Leistungen und welche Politik sie mit ihren Steuern unterstützen. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen diene seinen Worten zufolge der ganzen Gesellschaft, nicht nur den Zuschauern nach ihren persönlichen Vorlieben.[1]

Äußerungen in der Debatte

Rajchl bezeichnete externe Mitarbeiter der Česká televize als „Parasiten“, die seinen Worten nach Milliardenbeträge aus einer öffentlich-rechtlichen Institution bezögen, und behauptete, sie hätten überteuerte Verträge. Činčila warf ihm vor, sich wie ein „Rüpel“ zu benehmen. Die Moderatorin Pavlína Wolfová forderte, Menschen, die auf eigene Rechnung arbeiten, nicht als Parasiten zu bezeichnen.[1]

Reaktionen nach der Sendung

Činčila nannte Rajchls Kommunikationsstil in den sozialen Netzwerken inakzeptabel und sagte, die Christdemokraten wollten eine Politik, die statt Hass Hoffnung bringe. Rajchl wiederholte auf Facebook seine Ablehnung der Gebühren, die er als überholt bezeichnete.[1]

Quellen

  1. FORUM 24