Das Skloexport-Gebäude in Liberec, an der Ecke der Straßen Žitavská und 1. máje nahe dem Bahnhof, wurde in den Jahren 1927 bis 1930 nach einem Entwurf des Prager Architekten František Vahala errichtet. Es hat zwei Untergeschosse und fünf oberirdische Geschosse, seine Flügel umschließen einen quadratischen, mit einem Glasdach überdeckten Innenhof. Ein Paternoster ist darin erhalten geblieben.[2]

Geschichte

Ursprünglich hatte das Gebäude nichts mit der Glasherstellung zu tun und diente hauptsächlich staatlichen Ämtern. Im Erdgeschoss befanden sich ein Post- und ein Zollamt, Lagerräume und Geschäfte, das dritte Geschoss nutzte die Bezirkshauptmannschaft. Während des Krieges hatten dort deutsche Finanzämter ihren Sitz, ab 1949 der Regionale Nationalausschuss. Nach dessen Auflösung im Jahr 1960 übernahm das Unternehmen Skloexport das Objekt, nach dem es bis heute benannt wird. Skloexport ging Ende der 1990er Jahre in Konkurs, seit 2001 gehört das Gebäude dem Staat, und die letzten Mieter zogen 2009 aus.[2]

Pläne der Region

Der Liberecký kraj soll das Gebäude im Tausch gegen das neue integrierte Ausrückezentrum in Turnov, das knapp 265 Millionen Kronen gekostet hat, vom Staat erhalten. Nach Angaben des Regionshauptmanns Martin Půta (Starostové pro Liberecký kraj) soll die Region die Immobilien ohne Bedingungen erhalten, die ihre Nutzung einschränken. Die Region plant, das Gebäude für sich und ihre Organisationen zu nutzen, gegebenenfalls auch für Bedienstete der Stadt oder des Staates. Im Erdgeschoss ist ein Raum für die Präsentation und den Verkauf von Glas- und Schmuckwaren aus Křišťálové Údolí und weiteren regionalen Produkten vorgesehen. Eine grundlegende Rekonstruktion wird auf mehr als eine halbe Milliarde Kronen geschätzt.[1][2]

Quellen

  1. Liberecká Drbna
  2. Deník: Liberecký kraj