Robert E. Hall (geboren 1943) ist ein US-amerikanischer Ökonom und Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Stanford University. [1][3] Den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2026 erhielt er gemeinsam mit Michael Woodford, Professor an der Columbia University. Die Preisträger gab am 12. Oktober 2026 die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften bekannt; der Preis wird für die Erforschung der mikroökonomischen Grundlagen der makroökonomischen Stabilisierung vergeben. [1] Laut Novinky.cz soll der Preis am 10. Dezember in Stockholm überreicht werden. [2]

Die Akademie erklärte, Hall habe mit einem Artikel von 1978 wesentlich zur Theorie der Konsumglättung beigetragen. Dieser habe gezeigt, dass sich der Konsum auf unerwartete Nachrichten hin ändert, nicht auf vorhersehbare Einkommensänderungen. [1] E15 beschreibt seinen Beitrag so, dass Menschen ihr Verhalten erst ändern, wenn sich ihre Erwartungen ändern, und Ökonomen daher Erwartungen modellieren müssen. [3] An Halls Arbeit knüpfte Woodford an, der nach Angaben der Akademie am Ursprung des neukeynesianischen Modells stand, das als Standard für die Analyse der Geld- und Fiskalpolitik gilt. [1]

2007 veröffentlichte Hall mit Charles Jones die Studie „The Value of Life and the Rise in Health Spending“. Nach Aussage des Ökonomen Alex Tabarrok folgt daraus, dass der wachsende Anteil des Gesundheitswesens am Bruttoinlandsprodukt eine erwartbare Folge wachsenden Wohlstands ist. [1]

Quellen

  1. ČTK / České noviny — 12. Oktober 2026
  2. Novinky.cz — 12. Oktober 2026
  3. E15 — 12. Oktober 2026