Jiří Rusnok ist ein ehemaliger Ministerpräsident, Finanzminister und Gouverneur der Tschechischen Nationalbank.

Jiří Rusnok ist ein ehemaliger Finanzminister, Ministerpräsident einer Expertenregierung und Gouverneur der Tschechischen Nationalbank. Kurz nach der Jahrtausendwende war er auch Abgeordneter und Minister.[1][2]
Äußerungen im Oktober 2026
In einem Podcast des Portals E15 bezeichnete Rusnok den Plan der Regierung zum Abbau der Defizite der öffentlichen Finanzen als „völlig unglaubwürdig“. Zum Entwurf des Haushalts für 2027 mit einem Defizit von 386 Milliarden Kronen sagte er, es werde Eingriffe sowohl auf der Ausgaben- als auch auf der Einnahmenseite geben müssen. Der Podcast wurde am 2. Oktober 2026 veröffentlicht.[2]
In der Sonntagsdebatte des Senders Česká televize, die iDNES.cz am 4. Oktober 2026 beschrieb, kritisierte Rusnok die einmalige Zahlung von zweitausend Kronen für Rentner als populistische Geste. Seiner Ansicht nach könnten von den rund fünf Milliarden Kronen, die die Zahlung kosten soll, mehrere Seniorenheime gebaut werden; deren Kapazitäten werden nach seiner Schätzung in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren um 30 bis 40 Tausend Plätze fehlen.[3][4]
In derselben Debatte sagte er laut FORUM 24, die gegenseitige Feindseligkeit unter den Abgeordneten habe zugenommen, und beim Vergleich der Verantwortung für den Anstieg der Staatsverschuldung meinte er, die gegenwärtige und die frühere Regierung „können sich die Hand reichen“.[1]
Quellen
- FORUM 24
- E15 — 2. Oktober 2026
- Novinky.cz
- iDNES.cz — 4. Oktober 2026