Jana Černochová ist Abgeordnete der ODS und frühere Verteidigungsministerin in der Regierung von Petr Fiala.

Jana Černochová ist Abgeordnete der ODS und frühere Verteidigungsministerin in der Regierung von Petr Fiala.[1][2][3] Im Dezember 2025 übergab sie das Amt an die jetzige Leitung des Ministeriums.[1]
Aufgehobene Ausschreibung für gepanzerte Fahrzeuge
Das Verteidigungsministerium hob am 25. September 2026 das Vergabeverfahren für eine universelle Radplattform auf, also den Kauf von bis zu 185 gepanzerten Fahrzeugen für mehrere Teile der Streitkräfte einschließlich der Pioniere und der Militärpolizei, mit einem voraussichtlichen Wert von rund 24,7 Milliarden Kronen.[1][3] Als Grund nannte das Ressort im Vergaberegister unter anderem wirtschaftliche Umstände. Ministeriumssprecher Petr Pešek sagte, in der aufgehobenen Ausschreibung hätten Risikobewertungen und eine Finanzanalyse gefehlt, und das Ressort plane, ein neues Verfahren auszuschreiben.[3]
Černochová bezeichnete die Begründung im Register als zu allgemein. Sie erinnerte daran, dass Verteidigungsminister Jaromír Zůna (SPD) noch im Februar 2026 im Abgeordnetenhaus des Parlaments der Tschechischen Republik erklärt habe, der Etat des Ressorts erlaube es, alle begonnenen Modernisierungsprojekte fortzusetzen.[3] Sie richtete an ihn eine Interpellation mit neun Fragen. Sie interessiert, wer für Vorbereitung und Kontrolle zuständig war, seit wann das Ressort von den Mängeln wusste, wie es sein könne, dass die Finanzierung nicht vorab gesichert wurde, und warum er die Ausschreibung nicht zu Ende geführt habe.[1] Nach ihrem Text war die Plattform bei der Amtsübergabe im Dezember 2025 unter den strategischen Projekten geführt, mit Fristen für die Rahmenvereinbarung bis zum 31. März und für den ersten Teilvertrag bis zum 30. Juni 2026. Diese Fristen wurden nicht eingehalten.[1] Zůna war von Januar 2019 bis Juli 2022 erster Stellvertreter des Chefs des Generalstabs, und Černochová weist darauf hin, dass das Projekt seit 2018 vorbereitet wurde.[1] Zur Aufhebung äußerten sich kritisch auch der Abgeordnete Ivan Bartoš (Česká pirátská strana) und der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Abgeordnetenhauses, Josef Flek (STAN).[3]
Streit um die F-35-Kampfflugzeuge
Der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Tomio Okamura (SPD), stellte in einem Interview für MF DNES den Kauf der amerikanischen Kampfflugzeuge F-35 erneut in Frage und sagte, die SPD würde den Auftrag aufheben. Er sagte außerdem, Černochová habe Tschechien durch den Kauf einen großen finanziellen Schaden zugefügt.[2] Černochová antwortete in einem sozialen Netzwerk, die Flugzeuge würden nicht gekauft, damit Tschechien in den Krieg gegen Russland ziehe, sondern damit Russland es nicht wage, Tschechien anzugreifen. Dass die F-35 in manchen Konfigurationen Atomwaffen tragen können, bedeute ihrer Ansicht nach nicht, dass die tschechischen Maschinen sie erhalten.[2]
Den Kauf von 24 Flugzeugen des Typs F-35A Block IV genehmigte die Regierung von Petr Fiala im September 2023, und im Januar 2024 wurde er durch ein Memorandum bestätigt. Tschechien soll dafür knapp 150 Milliarden Kronen zahlen.[2]
Quellen
- Ekonomický deník — 7. Oktober 2026
- FORUM 24
- ČTK / České noviny