Tschechischer Dichter, Schriftsteller und Journalist (1834–1891), Autor der Kleinseitner Geschichten, nach dem die Nerudova in Prag benannt ist.

Jan Neruda (1834–1891) war ein tschechischer Dichter, Schriftsteller und Journalist, Autor des modernen tschechischen Feuilletons.[1] Nach ihm ist die Nerudova auf der Kleinseite benannt.[2]
Kleinseite
Bis zu seinem sechsunddreißigsten Lebensjahr lebte Neruda auf der Kleinseite, danach zog er in die Prager Innenstadt.[1] Mit seiner Familie wohnte er im Dům U Dvou slunců mit der Konskriptionsnummer 233 in der heutigen Nerudova.[3] Der Denkmalkatalog des Národní památkový ústav nennt seinen Aufenthalt im Dům U Dvou slunců für die Jahre 1845–1857.[4] Er besuchte das Kleinseitner Gymnasium.[1] Außerdem studierte er am akademischen Gymnasium im Clementinum.[5] Die Kleinseite beschrieb er in den Kleinseitner Geschichten.[1]

Erinnerung
Am Dům U Dvou slunců wurde 1895, vier Jahre nach Nerudas Tod, eine Gedenktafel angebracht.[3] Entworfen hat sie Viktor Oliva, bildhauerisch bereitete sie V. R. Smolík vor, in Metall getrieben hat sie F. Houdek, angebracht wurde sie vom Spolek Menšího Města pražského.[4][1] Die Inschrift auf der Tafel lautet: Jan Neruda lebte hier und begann seine literarische Tätigkeit.[1] Im selben Jahr 1895 erhielt die Straße, die bis dahin andere Namen getragen hatte, den Namen Nerudas.[2][1] Die Straße liegt am Königsweg.[1]