Der heilige Wenzel ist ein Nationalheiliger und Patron des böhmischen Landes, ermordet in Stará Boleslav, wohin bis heute jedes Jahr Tausende Pilger zur Nationalen Wenzelswallfahrt ziehen.[1][2]

Der heilige Wenzel ist ein Nationalheiliger und Patron des böhmischen Landes. Er wurde in Stará Boleslav bei Prag ermordet, wohin heute Tausende Pilger zur Nationalen Wenzelswallfahrt strömen.[2] An sein Erbe erinnern die Menschen bei der Nationalen Wenzelswallfahrt, die jedes Jahr in Stará Boleslav stattfindet und die der Rektor des Prager erzbischöflichen Priesterseminars Radek Tichý zu den bedeutendsten christlichen Festen zählt.[3]
Nationale Wenzelswallfahrt
Nach Stará Boleslav pilgern jedes Jahr Tausende Menschen aus ganz Tschechien, viele von ihnen legen eine Fußwallfahrt von mehreren Kilometern zurück.[4] Im Jahr 2026 nahmen Tausende Pilger an der feierlichen Wallfahrtsmesse auf dem Mariánské náměstí teil; den Gottesdienst zelebrierte der Prager Erzbischof und tschechische Primas Stanislav Přibyl, für den es die erste Wenzelswallfahrt im Amt des Erzbischofs war.[1] Vor der Messe schloss sich Přibyl den Fußpilgern an, die früh am Morgen im Prager Stadtteil Kyje aufgebrochen waren, und ging einen Teil des Weges mit ihnen.[1] Unter den Gästen der Wallfahrt waren der frühere Präsident Václav Klaus, der Senatsvorsitzende Miloš Vystrčil, Außenminister Petr Macinka und die Hauptfrau der Region Středočeský kraj Petra Pecková; Präsident Petr Pavel nahm nicht persönlich teil, schickte aber einen Gruß, den der Bürgermeister von Brandýs nad Labem-Stará Boleslav Petr Soukup verlas.[1]
Die Messe feierte Přibyl gemeinsam mit dem Apostolischen Nuntius in Tschechien Eugene Martin Nugent und den Bischöfen Josef Nuzík, Martin David und Pavel Konzbul.[1] In seiner Predigt erinnerte er an den gewaltsamen Tod des heiligen Wenzel und rief zu Versöhnung, Vergebung und Eintracht in der Gesellschaft auf; er warnte davor, dass Uneinigkeit in der Gesellschaft in Hass umschlägt.[1] Den Vertretern der politischen und öffentlichen Macht rief er in Erinnerung, dass Macht nur auf Zeit anvertraut wird und dass die Menschen das Land, in dem sie leben, nicht besitzen, sondern ihm dienen und es verwalten.[1]
Reliquien und Büstenreliquiar
Die Pilger können beim Gottesdienst die Reliquien des tschechischen Nationalpatrons besichtigen.[3] Bei der Messe im Jahr 2026 wurde erstmals ein neues silbernes Büstenreliquiar des heiligen Wenzel mit seiner Reliquie ausgestellt, ein kopfförmiger Behälter, der das ältere Reliquiar ersetzte, das bei der Wenzelswallfahrt in den Vorjahren verwendet wurde.[1] Das neue Büstenreliquiar wurde zwei Jahre lang in einer Juwelierwerkstatt in Turnov gefertigt und von Spendern bezahlt; sein Schöpfer ist der Juwelier und Goldschmied Jiří Urban, mit dem der Schmuckkünstler Petr Vogel zusammenarbeitete.[1][5]
Chronologie
- — In Stará Boleslav erinnerten sich die Menschen an den heiligen Wenzel, den Patron des böhmischen Landes. → ČTK / České noviny ČT24
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Quellen
- ČTK / České noviny — 28. September 2026
- ČT24 — 28. September 2026
- Dvojka / Radiožurnál — 28. September 2026
- iROZHLAS — 28. September 2026
- iROZHLAS — 28. September 2026