
Das Krajský soud v Liberci hat am 2. November 2026 die Hauptverhandlung in einem umfangreichen Korruptionsfall eröffnet, der laut den Zeitungen Lidovky.cz und iDNES.cz vor allem die Jahre 2016 bis 2018 und den Liberecer Verkehrsbetrieb DPMLJ betrifft [1][2].
Die Ermittler beschuldigten mehr als drei Dutzend Personen und Firmen. Sechs Personen und fünf Firmen von ihnen hatten zuvor mit der Staatsanwaltschaft Vereinbarungen über Schuld und Strafe geschlossen, die von den Gerichten genehmigt wurden; allen wurde eine Geldstrafe auferlegt, einigen auch eine Bewährungsstrafe [1][2]. Laut der Überschrift von iDNES.cz betrafen diese Vereinbarungen den Fall um das Verkehrsunternehmen BusLine [2].
Als zentrale Figur des Falls sieht die Polizei einen beschuldigten Unternehmer. Nach ihren Erkenntnissen, von denen bei der Verhandlung der Vereinbarungen vor Gericht wiederholt die Rede war, versuchte er, den Betrieb des Verkehrsbetriebs verdeckt zu seinen Gunsten zu beeinflussen, und zwar über den früheren Direktor von DPMLJ und den früheren Vorstandsvorsitzenden, der zugleich Liberecer Stadtverordneter für die Bewegung ANO 2011 war [1][2]. Beide Männer wurden in dem Fall ebenfalls beschuldigt; der frühere Vorstandsvorsitzende wurde vor zwei Jahren rechtskräftig zu einer Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe von 2,21 Millionen Kronen verurteilt [1][2]. Für den Unternehmer und den früheren Direktor begann die Verhandlung vor Gericht am 2. November 2026 [1][2].
Quellen
- Lidovky.cz — 2. November 2026
- iDNES.cz: Liberec — 2. November 2026